Engadin

Unsere ältesten Clubmitglieder

Einige von ihnen sind 750 bis 800 Jahre alt und standen schon lange vor dem ersten Abschlag hier: unsere Lärchen, die sich im Herbst in die heimlichen Stars unserer Plätze verwandeln.

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Alfi Stoisser, der langjährige ehemalige Head Greenkeeper, kennt diese Bäume wie kaum jemand. Als ausgebildeter Forstwart kam er ursprünglich über die Aufforstungsarbeiten zum Golfplatz. Eine seiner ersten Aufgaben war allerdings ausgerechnet das Fällen einer uralten Lärche beim Green 7, die für die Spieler zum Sicherheitsrisiko geworden war.

Dass heute so viele Lärchen unsere Plätze prägen, ist übrigens nicht selbstverständlich: Vor rund 30 Jahren gab es deutlich weniger Baumbestand. Mit der damals von der Familie Schimmel ins Leben gerufenen «Coppa Dschember» wurden über Jahre neue Bäume finanziert und gepflanzt.

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Und auch heute wird weitergedacht: 2021 pflanzten fünf ETH-Studierende gemeinsam mit unserer Greenkeeping-Equipe sechs Nadelbäume neben den Abschlagboxen von Loch 7 in Samedan. Der Standort wurde wissenschaftlich berechnet. Die Idee dahinter: Wenn die Bäume in rund 30 Jahren gross genug sind, sollen sie am späten Nachmittag Schatten auf das kurzgeschnittene Gras werfen und so helfen, die Austrocknung des Bodens zu reduzieren – und damit Bewässerungswasser zu sparen.

Eine besondere Geschichte erzählt auch Loch 14. Nachdem dort eine alte Lärche umgestürzt war, wurde aus ihrem Holz unter anderem die Bank gefertigt, die heute beim Abschlag steht. Daneben wächst inzwischen eine junge Nachfolgerin – einige Golfball-Narben hat sie bereits gesammelt.

So erzählen unsere Lärchen nicht nur von Natur, sondern auch ein gutes Stück Clubgeschichte.

Rinaldo Willy ist ganz in Blau gekleidet. Aus seiner Golfbag, die während des Spiels auf dem Rücken trägt, zieht er nun einen kleinen Flachmann. Zeit, einen Schluck auf dieses Loch zu trinken, bei dem er ein Par gespielt hat. Und natürlich ist in dem Flachmann nicht irgendein Fusel, sondern feinster Whisky, den er zusammen mit seinem Freund Pascal Mittner in über 3300 Meter Höhe auf der Rückseite der Bergstation Corvatsch destilliert. ORMA heisst die exklusive Destillerie, die die beiden Visionäre am 10.10.2020 offiziell gegründet haben. «Whisky», sagt Rinaldo Willy, «passt perfekt ins Oberengadin. Wir haben hier eine ähnliche Melancholie wie die Schotten. Und die Seele unserer Landschaft mit ihren Flüssen, Bäumen und Bergen berührt die Menschen ähnlich wie die schottischen Highlands.»

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